Sachverhalt aus Handballecke.de: Foul beim Tempogegenstoß mit Verletzungsfolgen.

Im Kreisligaspiel der Frauen kam es zu einem Foulspiel , bei dem die gegnerische Spielerin verletzt wurde. Beim Versuch den Ball im Gegenstoß abzulaufen, kam es zu einem körperlichen Kontakt zwischen der Geschädigten und der Verteidigerin, in dessen Verlauf ein Torerfolg erzielt wurde. Jedoch konnte sich die Werferin nicht mehr rechtzeitig vor der Hallenwand abfangen und prallte mit ihrer Hand dagegen, wodurch es zu Bruch des Handgelenkes kam.
Durch die SR wurde es als grobes Foul mit einer roten Karte ohne Bericht bestraft, weil nach ihren dafürhalten keine weitere Strafe erforderlich war.
Die verletzte Spielerin stellte daraufhin eine Strafanzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung, da sie anhaltende körperliche Beeinträchtigungen zu erwarten hätte.

Handball-Regel: Zunächst ist für die Spielentscheidung der Referee zuständig. Ob er einen Bericht (blaue Karte) schreibt oder nur progressiv bestraft, ist Auslegungssache, es sei denn, man kommt zu der Entscheidung grob unsportlich gegen das Regelwerk!

Strafrecht: Sportler in Teamsportarten willigen konkludent in Körperverletzungen ein, die noch regelgerecht erfolgen oder aufgrund unglücklicher Umstände Reflexe (mittelbare Auswirkungen) von Regelwidrigkeiten sind. Kommt grobe Unsportlichkeit ins Spiel, wird diese Einwilligung überschritten. Dann könnte eine straf- und zivilrechtliche Verantwortung gegeben sein.

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